für jeden leicht gemacht! Was ist Mythos und was die Realität?

Handyüberwachung der Bundesbehörden im Jahr 2012

Handyüberwachung der Bundesbehörden im Jahr 2012

16.05.2014

Die Bundesbehörden haben im Jahr 2012 zusammengerechnet ungefähr 330.000 so genannte „stille SMS“ verschickt. Damit konnten Sie entweder einen Standort einer Person oder gar ein komplettes Bewegungsprofil erstellen. Wie funktionieren diese so genannten „stillen SMS“ ? Dem Handy oder Smartphone wird eine spezielle SMS ohne Text zugesandt. Diese SMS empfängt das Handy, ohne dabei dem Benutzer dieses zu signalisieren. Auch findet man sie nicht im Speicher des jeweiligen Mobilfunkgerätes. Mit dieser Information kann nun die Bundesbehörde zum Netzbetreiber gehen und für jede zugestellte „stille SMS“ die Abfrage tätigen in welcher Mobilfunkzelle Sie ausgeliefert wurde. Somit erfährt die Behörde in welchem Umkreis von ca. 50 m bis, auf dem Land, mehrere Kilometer sich das gesuchte Mobiltelefon und damit die gesuchte Person zum Zeitpunkt des SMS Versandes befand. Eine sehr einfache und schnelle Standortermittlung von Personen, die der Verfassungsschutz, das BKA, der Zoll und die Bundespolizei immer mehr in Anspruch nehmen. Wie oft der Bundesnachrichtendienst auf diese Möglichkeit zurückgreift wird als „geheim“ eingestuft und nicht veröffentlicht. Schutz vor den „stillen SMS“ Leider gibt es keinen Schutz vor diesen SMS sowie es keinen Schutz vor ganz normalen SMS gibt. Eine versandte SMS besitzt eine gewisse Lebensdauer bis zu 24 Stunden. Wenn ein Mobilfunkgerät in dieser Zeit nicht eingeschaltet ist, so wird sie unwiderruflich vom Netzbetreiber verworfen. Anderenfalls wird Sie ausgeliefert und die Information der Auslieferung über welchen Mobilfunkmast ist gespeichert. Um seinen Standort oder das aktuelle Bewegungsprofil zu verschleiern gibt es nur die Möglichkeit sein Handy oder Smartphone zuhause zu lassen und sich ohne diesem beliebten Hilfsmittel aus dem Haus zu wagen. Für manche unter uns stellt dieses bereits eine große Überwindung dar, weil bereits nach wenigen Minuten ohne Mobiltelefon Entzugserscheinungen...

Ortbare Mobilfunkprovider

Ortbare Mobilfunkprovider

24.08.2012

Nicht die Handys oder die Smartphones als Geräte sind ortbar, sondern die eingelegten und im deutschen Netz eingebuchten SIM-Karten sind es. Somit spielt es also auch keine Rolle, in welchem Gerät eine ortbare SIM-Karte eingelegt ist. Aber welche SIM-Karten sind denn jetzt ortbar? Wie Sie in der Historie der Handyortung erfahren haben, waren es mal die SIM-Karten der vier deutschen Netzbetreiber (T-Mobile, Vodafone, e-plus und O2). Seit Januar 2011 sind es aber nur noch drei von vier. T-Mobile, Vodafone und O2. E-plus hatte seine Ortungsfähigkeit komplett eingestellt. Jetzt existieren aber nicht nur die vier Netzbetreiber in Deutschland, sondern es gibt sehr viele Mobilfunkprovider, die unter ihrem Namen auch SIM-Karten anbieten, welche aber in den Netzen der vier Netzbetreiber eingebucht sind und darin ihre Dienste verrichten. Und welche Netzbetreiber nutzen nun die drei ortbaren Netze von T-Mobile, Vodafone und O2? Bevor die nachfolgende Liste darüber Auskunft gibt, muss noch geschrieben werden, dass auch nur die SIM-Karten ortbar sind, die vor der ersten Ortung, per SMS bei dem jeweiligen Netzbetreiber, speziell für die Ortung, freigeschaltet wurden. Dieses ist eine gesetzliche Vorgabe und soll somit verhindern, dass Sie eine SIM-Karte orten, welche Ihnen nicht gehört und/oder auf die Sie keinen Zugriff haben. Wie die Freischaltung im Einzelnen funktioniert, wird in einem anderen Artikel erklärt werden. So und nun zu der angekündigten Liste. Wie sie nachfolgend sehen können, sind die ortbaren Provider alphabetisch aufgelistet. Hinter jedem Namen befindet sich in Klammern der oder die Netzbetreiber, welche die SIM-Karten des Providers nutzen. Da es ständig zu Änderungen bezüglich Firmennamen, Insolvenzen, Aufkäufe, etc. kommt, ist diese Liste nur eine Momentaufnahme für den August 2012 und muss zweimal pro Jahr aktualisiert werden. Handyortung-und-Schutz.de ist bemüht, diese Aktualisierung fortlaufend durchzuführen. 1&1 Internet AG (O2) b2c.de GmbH (Vodafone) betterCALL GmbH (T-Mobile, Vodafone, O2) BILDmobil (Vodafone) BITel (Vodafone) BLACKandMINE (Vodafone) callmobile.de (T-Mobile) congstar (T-Mobile) debitel (T-Mobile, Vodafone, O2) DeutschlandSIM (Vodafone, O2) discoPLUS (O2) discoTEL (Vodafone, O2) Drillisch Telecom (Vodafone, O2) EDEKA Mobil (Vodafone) EWE AG (Vodafone) fastSIM (Vodafone) FIRST MOBILE (T-Mobile) FlexiShop (T-Mobile, Vodafone, O2) FONIC (O2) foto@phone (O2) freenetMobile (T-Mobile, Vodafone, O2) FTD (Vodafone) GMX (Vodafone) hellomobil (O2) HFO Telecom (O2) ja!mobil (T-Mobile) Kabel BW (O2) Kabel Deutschland (O2) klarmobil (T-Mobile, Vodafone, O2) Lebara Mobile (T-Mobile) Lidl (O2) maXXim (Vodafone, O2) McSIM (Vodafone) M-net (O2) mobilcom (T-Mobile, Vodafone, O2) mobilcom-debitel (T-Mobile, Vodafone, O2) MoWoTel (Vodafone) NetzClub (O2) osnatel (Vodafone) o.tel.o (Vodafone) PENNY Mobil (T-Mobile) Phone House (T-Mobile, Vodafone, O2) PHONEX (O2) primacall (Vodafone) primamobile (Vodafone) Pro7 (Fyve) (Vodafone)...

Mythos #1 – Jetzt kann jeder jeden orten!

Mythos #1 – Jetzt kann jeder jeden orten!

27.07.2012

Grundsätzlich wäre diese Aussage richtig. Die aktuellen Standortdaten eines jeden, im deutschen Mobilfunknetz eingebuchten, Handys oder Smartphones sind gespeichert. D.h. die vier deutschen Netzbetreiber, Vodafone, T-Mobile, e-plus und O2 halten diese Daten unterschiedlich lange bei sich gespeichert. Nur die Herausgabe ist nicht so einfach gestaltet. Einige Hürden sind dabei zu überwinden. Zuerst kann niemand zu einem der Netzbetreiber gehen und sich dort über den aktuellen Standort eines x-beliebigen Handys informieren. Diese Daten werden auf keinen Fall herausgegeben. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Mitarbeiter der Netzbetreiber noch nicht einmal selber wissen, dass ihr Unternehmen solche Informationen besitzt und sie über andere Wege abrufbar sind. Es gibt nur einen Weg einer Privatperson, sich über den aktuellen Standort eines Handys zu informieren, indem sie sich bei einem der zahlreich im Internet befindlichen Handyortungsanbieter anmeldet und darüber die aktuelle Position SEINER EIGENEN Handys abruft. Eine Ortung fremder Handys wäre strafbar. Dass dieses nicht passiert, dafür hat der Gesetzgeber einen Riegel vorgeschoben. Jedes Handy, welches geortet werden soll, muss vorab per SMS zum Orten freigeschaltet werden. Ohne die Freischaltung werden keine Ortungsergebnisse ausgegeben. Aus diesem Grund ist es dann eigentlich auch nur möglich, seine eigenen Handys (Smartphones) oder die seiner Kinder oder Schutzbefohlenen zu orten. Auf der anderen Seite hat die Polizei die Möglichkeit ein Handy zu orten, aber auch nur, wenn über die Staatsanwaltschaft ein Richterbeschluss erlassen worden ist. Das wird aber nur in die Wege geleitet, wenn Gefahr in Vollzug ist oder Leib und Leben bedroht sind. Das aber ist ein anderer Mythos, auf dem zukünftig eingegangen...